FREITAG, 23.11.2018 | 19.30 Uhr |
Kleines Haus Delmenhorst

Anna-Lena Schnabel mit Saskya feat. Silvan Strauss (D)

Das Trio Saskya steht für modernen Sound, Innovation, Eigenständigkeit und Farbenreichtum. Die Musikerinnen Clara Haberkamp, Anna-Lena Schnabel und Lisa Wulff, allesamt noch in den Zwanzigern, verfügen über enorme musikalische Reife und Bühnenerfahrung. Sie überzeugen mit innovativen Klängen, subtilen Grooves und starken Melodien. Ihre unterschiedlichen Charaktere und Stilistiken fügen sich zu einem variationsreichen Klangbild zusammen, das klare Konturen und gleichzeitig ein hohes Maß an Freiheit aufzeigt. Der unkonventionelle Einsatz der Stimmen von Clara Haberkamp und Lisa Wulff, kombiniert mit dem unverwechselbaren Ton Anna-Lena Schnabels auf dem Saxophon, lässt eine vielschichtige Soundästhetik entstehen.

Sie sind als Bandleaderinnen mit ihren jeweiligen Projekten für den Echo Jazz nominiert. Mit Saskya wirken sie nun erstmalig in einem Kollektiv, dessen Essenz die Gesamtheit dreier Strömungen deutlich macht.

Die drei Musikerinnen, die sich im Bundesjazzorchester und in der Hochschule für Musik und Theater Hamburg kennengelernt haben, tauchen mit diesem Trio in eine Klangwelt ein, die für die Interpretinnen und das Publikum gleichermaßen ein Erlebnis mit offenem Ziel bedeutet.


Vadim Neselovskyi Trio (UA / USA / IL)

2014 gründete Vadim Neselovskyi das Trio, als der Leiter des größten ukrainischen Festivals ihn mit einer Gruppe präsentieren wollte, die eigens für diesen Anlass zusammengestellt wurde. Die Wahl der Musiker und ganz besonders des Schlagzeugers fiel ihm sehr leicht, da ihm das Spiel von Ronan Itzik, mit dem Neselovskyi in Boston studiert hatte, sehr gefiel. Als dann noch Daniel Loomis dazukam, ein beeindruckender Bassist, den er in einem Live-Konzert mit T.S. Monk entdeckt hatte, war das Trio definitiv besiegelt.

Ein Jahr später, nach einer Reihe von erfolgreichen Konzerten in den USA – u. a. ein Konzert mit Gary Burton als besonderem musikalischen Gast – fand sich das Trio im Studio wieder. Dort nahmen sie ihr erstes gemeinsames Album Get Up And Go`auf.
Bei dieser Musik geht es um die freudigen und traurigen Momente des Lebens, um das Vorwärtskommen und Reflektieren, um Gewinnen und Verlieren. Es geht um das Versagen und die Kraft, wieder aufzustehen und weiter zu machen. Schon beim ersten Hören offenbart das Album eine enorme Kraft und Sensibilität. Melodische und harmonische Raffinesse, das Einfache und das Komplexe, die Individualität des Ausdrucks und die Klangkultur der großen Geschichte der Musik erweisen sich als die Zutaten zu einer hochspannenden Mischung, in der die beeindruckende Virtuosität und Reife dieses Pianisten sowie die außerordentliche Musikalität des Zusammenspiels im Trio Balance garantieren.

SAMSTAG, 24.11.2018 | 19.30 Uhr |
Kleines Haus Delmenhorst

David Helbock´s Random/Control (A)

Mehr als zwei Dutzend Instrumente auf der Bühne, aber nur drei Musiker. David Helbock beschränkt sich weitgehend auf solche mit Tasten. Johannes Bär ist fürs Blech zuständig, von Trompete über Bassflügelhorn bis zu hin zu Alphorn und Tuba. Andreas Broger spielt die Holzblasinstrumente: Saxophone, Klarinetten, Flöte.
Für die aktuelle CD hat sich David Helbock bei seinen Lieblingsjazzpianisten bedient und deren bekanntestes Stück arrangiert. So erklingen spannende, groovige neue Versionen von Watermelon Man (Herbie Hancock) oder Bolivia (Cedar Walton), aber auch ruhige, die Seele ansprechende Stücke wie My Song (Keith Jarrett) und viele andere.
Über die Jahre hat sich ein ganz eigenständiger Bandsound entwickelt und egal was David Helbock als Ausgangsmaterial wählt - ob wie in der Vergangenheit österreichische Volksmusik oder auch viele Eigenkompositionen und jetzt eben diese „Pianoplayer´s Hits“ - die Band klingt immer wie Random/Control - eine Achterbahnfahrt der Gefühle - Musik fürs Ohr und Spannendes fürs Auge.


Hans Lüdemann TRIO IVOIRE feat. Simin Tander (D / CIV)

Hans Lüdemann, der als „einer der eigenwilligsten und ausdrucksstärksten europäischen Pianisten“ (Jazz Podium) gilt, ist am Klavier Erfinder und Entdecker – als Solopianist und im Ensemble, als Improvisator und mit einem großen Repertoire eigener Kompositionen. Er erweitert das akustische Piano mit den elektronischen Klängen des „virtual piano“ und verbindet im TRIO IVOIRE gemeinsam mit Balaphonmeister Aly Keita und Schlagzeuger Christian Thomé afrikanische mit europäischer Musik und Jazz. Der dabei entstehende Klang ist eine außergewöhnliche Kombination aus Tradition und modernen Einflüssen.
Lüdemanns besondere Qualität ist eine vollständige Einheit von Musiker und Musik, die sich unmittelbar auf den Zuhörer überträgt – er schafft in seinen Konzerten eine totale Konzentration und Versenkung in die Welt der Töne und nimmt die Zuhörer mit zu den Quellen kreativer Energie. Er beweget sich zwischen den Welten und liebt die Kontraste: Einfachheit und Komplexität, Harmonie und Dissonanz, Lied und Instrumentalmusik. Die Gegensätze werden verbunden und gelegentlich aufgehoben, etwa im Zusammenspiel von Piano und Balaphon oder in der Kombination des akustischen und „virtuellen“ Klaviers.